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Jens Huber, www.brand-boosting.de

Growth Hacking – oder kleine, kreative Kicks für maximale Wirkung

Technologiewerkstatt: Jens – Growth Hacking klingt irgendwie nach Guerilla-Marketing oder Flash Mob...

Jens Huber:

Ja, von beidem hat das Growth Hacking etwas. Diese Marketing-Technik wurde von Startups entwickelt und soll kleinen Unternehmen mit kostengünstigen Kniffen und viel Kreativität dazu verhelfen, zu wachsen. Analytisches Denken und der Einsatz von Social Media tun ihr Übriges und sollen den Absatz fördern und die Bekanntheit steigern. Growth Hacks sind kleine Marketing-Tricks, die sich schnell realisieren lassen und für ein großes Ergebnis sorgen. Der Begriff „Hacking“ bedeutet an dieser Stelle und in seiner reinen Übersetzung lediglich „in ein x-beliebiges System eindringen.“

Technologiewerkstatt: Wie entstand diese Technik und woher kommt sie?

Jens Huber:

Geprägt hat diesen Begriff der US-amerikanische Unternehmer, Investor und Startup-Coach Sean Ellis. Der Gründer und CEO der Online-Marketing-Community growthhackers.com stellte dabei das Wachstum der Unternehmen durch die gewählten Maßnahmen in den Vordergrund. Weiterhin legte er fest, Growth-Hacking Maßnahmen müssen skalierbar sein.

Technologiewerkstatt: Also steht das reine Unternehmenswachstum im Vordergrund. Imagesteigerung beispielsweise eher weniger.

Jens Huber:

Ja, genau. Das fällt eher dem klassischen Marketing zu. Im Fokus steht beim Growth Hacking neben der Kundengewinnung und -bindung auch die Kostenminimierung. Social Media und virales Marketing sind kostengünstige Alternativen. Suchmaschinenoptimierung, Websiteanalyse, PR oder Content Marketing werden ebenfalls genutzt. Im Optimalfall sind Growth Hacks unmittelbar mit dem Produkt verbunden – wie beispielsweise bei Twitter, Facebook oder Tinder.

Technologiewerkstatt: Wo liegt denn der Hauptunterschied zum klassischen Marketing?

Jens Huber:

Der Hauptunterschied liegt meiner Meinung nach darin, dass schneller agiert wird, Taktiken also „Hacks“ agil getestet werden und iterativ Daten erhoben werden. Die Methodik ist: testen, validieren, verbessern, wiederholen. Trial and error! Letztendlich gilt es, den kostengünstigen Hebel zu finden, der Großes bewegen kann.

Technologiewerkstatt: Welches sind also typische „Growth Hacks“?

Jens Huber:

Gastartikel auf Blogs, die Verbreitung von Content und dessen Automatisierung, die Optimierung von Landing Pages, die Kooperation mit Influencern… Ein Growth Hacker ist konzentriert auf die Kundengewinnung und -bindung. Dabei akquiriert er Menschen, indem er sie auf seine Website holt, aktiviert sie, indem sich die Besucher registrieren, bindet sie dadurch, dass sie selbst aktiv werden müssen. Zum Schluss steht die Monetarisierung – User werden zum Kaufen animiert und empfehlen die Seite sogar weiter. So funktionieren typischerweise erfolgreiche Hacks.

Vielen Dank für das interessante Gespräch.

 

Interview: Christine Seizinger, Contento-PR, www.contento-pr.de

 

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